Der Blick über die Grenzen

Medienschau vom 29. Mai 2020

Wie sieht es eigentlich ausserhalb Deutschlands aus? Die NY Times erinnert auf der Titelseite an über 1000.000 Todesfälle in den USA durch den Coronavirus. Einige Amerikaner feiern ausgelassen das Memorial Weekend ohne Beachtung der Abstandsregeln, während die Lockdown-Massnahmen in den USA bereits wieder zurückgenommen werden. – Südkorea verschärft dagegen wieder. – Indien meldet alarmierende Zahlen. – Lateinamerika entwickelt sich zum neuen Hotspot und insbesondere in Brasilien verschlechtert sich die Lage dramatisch. Das Auswärtige Amt hilft dem ebenfalls stark getroffenen Land Venezula mit finanziellen Mitteln. – Auch auf dem afrikanischen Kontinent ist die Situation für die Bevölkerung mehr als gefährlich, Jacquelyn Corley berichtet auf Forbes, dass der Höhepunkt der Infektionen noch lange nicht erreicht ist. – Friedrich Schmidt unterstellt Russland in der FAZ gefälschte Infektionszahlen. – Der Spiegel erinnert nochmal an die australischen Buschbrände und beschreibt die Infektionslage down under.

GESELLSCHAFT

Reisen: Die Deutschen möchten gerne zur Normalität zurückkehren. Dazu gehören natürlich die Sommerferien und Gedanken, wo es hingehen kann. Frankfurter Rundschau

Sommerferien: Empfohlen wird mit dem Auto in den Urlaub zu fahren. Wie geht das dann mit dem Klimaschutz einher? Spiegel.de

Alltag: Was passiert nach der Krise, wie werden wir dann arbeiten? bento.de

Homeoffice: Jörg Hunke überlegt, wie Social Distancing unserer Arbeitswelt verändert. Berliner Zeitung

POLITIK

EU-Krisenhilfen: Die Mehrheit der Deutschen begrüßt den Plan des Corona-Wiederaufbauprogramms in Höhe von 750 Milliarden Euro einzuführen. Spiegel.de

EU-Krisenhilfen 2: Holger Beckmann erklärt, wie das Corona-Wiederaufbauprogramm funktioniert und welche Folgen es für die Bürger der EU hat. tagesschau.de

KULTUR

Nachtleben: Was passiert jetzt eigentlich in der Clublandschaft? In Hamburg diskutieren die Veranstalter über den Fortbestand Ihrer Branche. Hamburger Abendblatt

Nachtleben 2: In Berlin drohen Masseninsolvenzen, wenn keine nachhaltigen Konzepte geschaffen werden. taz.de

Corona Town: Kubanische Graffitikünstler sprayen gegen die Angst und rufen auf Mut zu haben. Reuters

WIRTSCHAFT

Förderhilfen: Der Staat wollte für Unternehmensberater zahlen, um sie vor dem Ruin zu retten. Doch das Finanzierungsprogramm wurde vorzeitig beendet und Tausende von Unternehmen und Freiberuflern mit leeren Händen dastehen werden. tagesschau.de

Lufthansa: Der Staat wollte der Airline finanziell unter die Arme greifen, doch jetzt lehnt die Lufthansa die Rettung erst mal ab und droht mit Insolvenz. FAZ.de

Bahn: Die Bahn muss durch bis zu 90% weniger Passagierverkehr mit hohen Verlusten rechnen und will trotzdem in ihrer eigenen App bereits 50% belegte Züge als belegt anzeigen. Spiegel.de

Freizeitparks: Bei der Wiedereröffnung von Freizeitparks wird auf strenge Regeln geachtet und doch ist das Gefühl nicht das Gleiche wie früher. Spiegel.de

Konsolidierung: Spanien leidet sehr unter den wirtschaftlichen Folgen. Wiwo.de

WISSENSCHAFT

Visual Mapping: Jelmer Visser übersetzt die Zahlengrids in anschauliche Visuals. Innovationorigins

Medikamente: Remdesivir soll die Dauer der Erkrankung Covid-19 verkürzen und Leben retten, aber der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, Wolf-Dieter Ludwig, warnt vor einer schnellen Zulassung. tagesschau.de

Impfstoffe: Der US Pharmakonzern Pfizer geht davon aus, dass westliche Länder den Impfstoff als erste bekommen. Schuld daran, ist die nötige Technologie und fehlende Infrastruktur in anderen Ländern. Zeit.de

CORONA & CO

Clickbait: Warum greifen Boulevardmedien Wissenschaftler an? Der Clash zwischen der Tageszeitung Bild und dem Virologen Dr. Christian Drosten erklärt. kress.de

Rhetorische Verteidigung: Wie Drosten sich mithilfe von Twitter und anderen Wissenschaftlern gegen die Vorwürfe von Bild wehrt. FAZ

Köpfe der Woche: Carolin Kebekus und Mai Thi Nguyen-Kim reagieren auf den Bild Drosten Clash in der Comedy “Wissenschaftler*innen haben auch Gefühle”. WDR.de