C7: Mona Ameziane “Ich war zu selten im Wald bisher”

Wir haben Mona 7 Fragen zur Corona Krise gestellt:

Was überrascht dich in der Krise?

Wie schnell der Wert von Dingen steigen kann, die man immer für total normal erachtet oder nicht mal wahrgenommen hat. 

Damit meine ich nicht (nur) Klopapier, sondern zum Beispiel auch die Meinung von Wissenschaftlern und Umarmungen von Freunden. 

Was hilft dir dabei im Lockdown nicht durchzudrehen?

Wandern und arbeiten gehen. Ich weiß, dass das aktuell zwei sehr luxuriöse Dinge sind und ich bin jeden Tag dankbar dafür, dass meine Arbeit zu großen Teilen normal weiterlaufen kann. 

Außerdem schreibe ich gerade mein erstes Buch und dafür gibt es wirklich keinen besseren Zeitpunkt.

Welche Serie/ welches Buch / welcher Film hilft dir durch die Krise?

Ich lese aktuell noch mehr als sonst, weil Bücher für mich einfach die schönste Ablenkung sind. Im besten Fall nimmt eine gute Geschichte mich so ein, dass das Lebensgefühl daraus in meinen Alltag überschwappt. 

Gerade lese ich „Unsere glücklichen Tage“ von Julia Holbe. Deshalb fühle ich mich auf meinem kleinen Balkon seit Tagen wie im schönsten Sommerurlaub. 

Was macht Dir Angst?

Die Zukunft!

Was gibt Dir Hoffnung?

Die Zukunft!

Die Welt 2021

Kann niemand vorhersehen und das ist wirklich gruselig. Ich sehe uns noch alle an Silvester auf das Jahr 2020 anstoßen, voller Vorfreude und Tatendrang. 

Ich hoffe natürlich, dass 2021 alles besser wird und vielleicht sogar wieder gut, aber leider gibt es niemanden, der uns das versprechen kann. 

Was hast du ganz persönlich aus dieser Krise gelernt?

Dass ich meine Freitagabende zu selten auf dem Sofa und die Samstagnachmittage zu selten im Wald verbracht habe. 

Mona ist in Marl, im Ruhrgebiet, geboren, studierte Journalistik an der TU Dortmund und volontierte beim WDR. 

Mona moderiert seit 2017 unter anderem die Büchersendung „Stories“ bei 1LIVE und stellt auf Instagram-Account @mona.ameziane regelmäßig neue Bücher vor.

https://www.instagram.com/mona.ameziane